3. Januar 2015      Artikel verlinken

Einige weitere Hintergrundinformationen
zur Entstehungsgeschichte des Christentums:

Wie es zur Entstehung
des Neuen Testaments kam


Noch immer wissen die meisten Christen nicht, daß die Apostel Matthäus, Markus, Lukas, Johannes nichts, aber auch nicht das Geringste mit den gleichnamigen sogenannten Evangelisten gemein haben. Hinter diesen „Evangelisten“ verbergen sich verschiedene theologische Interessenlager, die weder Jesus noch die Apostel gekannt haben.

Der unerträgliche mosaisch-jahwistische Primitivglaube, Gott habe sich nur einem Volke offenbart und alle anderen in der Finsternis gelassen, ist heute weitestgehend – von geistesärmsten Kreisen abgesehen – verschwunden. Trotzdem lebt der Dualismus, den das Judentum mit seiner Spaltung von Gott und Welt bzw. Gott und Mensch in die Welt gebracht hat, heute in verschiedensten weltanschaulichen und religiösen Erscheinungsformen weiter. Auch das sogenannte Christentum übernahm vom Judentum das dualistische, gespaltene Gott-, Menschen- und Weltbild, wobei der „christliche“ Glaube dazu noch die Sündhaftigkeit und Verlorenheit des Menschen hervorhebt und mit einer radikalen Ablehnung des Körperlich-Sexuellen einhergeht.

Die maßgebliche Grundlage dessen, was allgemein unter Christentum verstanden wird, bildet das „Neue Testament“, welches auf dem 1. ökumenischen Konzil von Nizäa (325 n.Chr.) zusammengestellt wurde – seine letztendliche kanonisierte Form, wie wir sie heute kennen, bekam es aber erst 367 durch Athanasius. Unter Kaiser Konstantin wurden auf diesem Konzil damals aus der Fülle von etwa 80 im Mittelmeerraum existierenden Evangelien die uns bekannten vier kanonisiert – die Evangelien des Markus, Matthäus, Lukas und Johannes. Von diesen wurde bis heute jedoch kein einziges Originaldokument gefunden, sondern nur Tausende von antiken Abschriften, von denen man weiß, daß sie bearbeitet wurden.

Wer nach der wahren Lehre Jesu forscht, sollte sich darüber im klaren sein, daß es Kaiser Konstantin damals nicht um die Suche nach der einzig wahren Fassung des christlichen Glaubens ging, sondern daß er sich zu der Einberufung dieses finanziell sehr aufwendigen Konzils veranlaßt sah, um eine Einigung verschiedener miteinander streitender „christlicher“ Strömungen herbeizuführen, die den damaligen Rechtsfrieden im Römischen Reich zu gefährden drohten. Mit großem Aufwand wurde daher auf eine Kompromißlösung zwischen den verschiedenen christlich-religiösen Lagern hingearbeitet (das Neue Testament), mit der einige Glaubensgemeinschaften besser und andere schlechter leben, welche manche aber gar nicht akzeptieren konnten – wofür diese dann nachher verfolgt wurden.

Es sprechen noch weitere Gründe dafür, daß man zur Erforschung der wahren christlichen Lehre die Bibel nicht als authentische Quelle heranziehen kann, denn es gilt heute als sicher, daß keines der vier kanonischen Evangelien auf einen Jünger Jesu zurückgeht. Die allermeisten Christen wissen bis heute nicht, daß die vier sogenannten „Evangelisten“ Markus, Matthäus, Lukas und Johannes nicht mit den gleichnamigen Jüngern Jesu identisch sind! – die Evangelisten haben Jesus nicht ein einziges Mal gesehen! Außer dem Evangelium des Thomas (einem der tatsächlichen Jünger Jesu), dessen Authentizität die großen Kirchen bis heute verdrängen, gibt es keine bekannten schriftlichen Überlieferungen der Weggefährten Jesu. Die Verfasser der anderen, späteren Evangelien waren allein auf mündliche Überlieferungen und einzelne schriftliche Berichte angewiesen, die man Ihnen über die Ereignisse um Jesus zutrug. Doch bei der Zusammenstellung dieser späteren Evangelien spielten religionspolitische Gesichtspunkte verschiedener zerstrittener religiöser Interessengruppen eine große Rolle – da wurde zusammengebastelt, wie es diesen gerade ins Konzept paßte.
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Kommentar ASK: Den meisten Christen ist dieses Wissen noch völlig unbekannt, darüber sollten sie aber doch wohl Bescheid wissen.